pferdehaut

Die Pferdehaut ist Spiegel des Inneren – sie repräsentiert die Gesundheit des Vierbeiners und dient neben der Entgiftungsoption auch dem äußeren Schutz des Vierbeiners. Normalerweise klappt das auch gut und es treten keinerlei Problemchen auf, fehlen der Haut jedoch zB. essentielle Nährstoffe (wie Zink), wird der Stoffwechsel belastet oder werden häufig Chemiekeulen verwendet, zeigt sich das schnell in einem schlechten Haarkleid, stumpfen, glanzlosen Fell, Schuppen sowie Juckreiz 😫

Wie du die Haut deiner Fellnase pflegen und schützen kannst, erfährst du hier! 👇

Die Pferdehaut - Inhaltsverzeichnis

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Die Pferdehaut

Sie ist nicht nur ein Sinnesorgan sondern neben Leber & Niere eines der größten Entgiftungsorgane – die Haut! Sie ist in 3 Schichten aufgeteilt wobei jede ihre eigene Funktion besitzt, zusammen ist ihr Ziel die inneren Organe zu bewahren und vor äußeren Einflüssen zu schützen. Darüber hinaus bewältigt sie noch etliche andere wichtige Aufgaben wie das Ausscheiden von bestimmten Abbauprodukten, die Regulation der Körpertemperatur oder zB. die Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlenstoff.

Die Haut ist ein Spiegel des Inneren, alleine schon deshalb sollte auf eine ausgewogene, gesunde & natürliche Ernährung und eine intakte Verdauung geachtet werden.

Leider enthalten die meisten Fertigmischungen schädliche Chemie, die die Haut angreift, sie in ihrer Funktion stört und für Erkrankungen wie Ekzem und Hautpilze angreifbar macht. 

Mit natürlichen Pflegeprodukten und den verschiedensten Pflanzenstoffen kann man von außen unterstützen wie zB. die Schutzfunktion der Haut wieder aufbauen, den Heilungsprozess beschleunigen oder Entzündungen lindern.

Wie entstehen Hauterkrankungen beim Pferd und wie bemerke ich sie?

Für die Entstehung von Hauterkrankungen beim Pferd kommen unterschiedliche Auslöser in Frage: 

Infektiöse Ursachen:

  • Hautpilze und Bakterien, wobei Bakterien häufig als Sekundärinfektion auftreten, wenn die Haut bereits mechanisch oder durch einen anderen Erreger vorgeschädigt ist. Auch die entzündliche Hauterkrankung Mauke ist eine bakterielle Hautinfektion, häufig jedoch unter Beteiligung von Milben und Pilzen. 

Mauke bei Pferden

Nichtinfektiöse Ursachen:

  • Allergien, beispielsweise gegen Futterbestandteile oder – wie im Fall des Sommerekzems – Insekten. Auch Parasiten wie Milben oder Haarlinge können Hautirritationen beim Pferd verursachen. Ein geschwächtes Immunsystem – etwa durch Stress, zu wenig Auslauf oder schlechte Haltungsbedingungen – begünstigt die Entstehung von Hauterkrankungen beim Pferd.

Je nach Ursache und Schweregrad entstehen Rötungen und Pusteln über schuppige, trockene und rissige Hautstellen bis hin zu nässenden Wunden und feuchten Hautirritationen. Gerade im Anfangsstadium erscheinen Hautprobleme oft recht unauffällig. Durch den starken Juckreiz, der häufig damit einhergeht, kann sich das jedoch innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlimmern: Um den Juckreiz zu stillen, scheuern sich Pferde an harten Oberflächen wie Zäunen oder Baumrinden. Dadurch wird die Haut geschädigt, kann aufreißen und es kommt zu offenen, blutigen und nässenden Wunden, oftmals mit Fellverlust. Auch die Infektionsgefahr steigt, weil Erregern wie Bakterien oder Viren so das Eindringen erleichtert wird.

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Wie kann ich die Pferdehaut pflegen?

Du kannst sie täglich hervorragend bei Wunden, Mauke, Ekzem, Gelenkerkrankungen oder zB. Strahlfäulnis anwenden.

Heilerde oder auch Mineralerde hat viele unterstützende Eigenschaften, du kannst sie z.B. als Paste auftragen oder für einen feuchten Wickel verwenden um das Trocknen herauszuzögern. Durch das Trocknen entsteht nämlich eine sehr starke Saugwirkung (ähnlich wie bei einem Schwamm), der Schad,-Schmutz- sowie Fremdstoffe herauszieht.

Die Erde wirkt zuerst kühlend, dann wärmend, da durch das Trocknen auch die Durchblutung angeregt wird. Du kannst sie täglich hervorragend bei Wunden, Mauke, Ekzem, Gelenkerkrankungen oder zB. Strahlfäulnis anwenden. Mit diversen Zusätzen wie z.B. Gänseblümchen, Arnika, Eukalyptusöl & Aloe-Vera kannst du den gewünschten Effekt sogar noch etwas verstärken.

Besonderheit Cremes

Gepflegt werden kann die Haut mit Cremes. Sie ziehen schnell in die Haut ein, versorgen sie mit wichtigen Nährstoffen, verleihen ihr mehr Elastizität, spenden ihr Feuchtigkeit und machen sie geschmeidiger. Sie dienen der alltäglichen Hautpflege aber auch bei Erkrankungen wie Ekzem kann eine natürliche Creme mit wundheilenden, reizmildernden und juckreizlindernden Extrakten eine Linderung verschaffen. Gerade bei sensiblen Pferden eignet sich eine selbsthergestellte Pflegecreme, da diese sie nicht mit schädlichen Stoffen belastet, sondern auf natürliche Weise unterstützt. Sie kann bis zu 2x täglich aufgetragen werden. 

Weitere Pflegemittel sind Hautöle, Hautwasser, Hautgele & Tinkturen. Wie du all dies selbst herstellen kannst, erfährst du HIER!

Hier einige Pflanzen, die pflegend auf die Haut des Vierbeiners wirken:

Aloe Vera Blattgel: wirkt antibakteriell, kühlend, entzündungshemmend und pflegt die Haut. Lindert Schmerzen und Reize, beschleunigt zudem die Wundheilung

Arnikaextrakt: wirkt wundheilungsfördernd und entzündungshemmend, regeneriert strapazierte Haut und ist durchblutungsfördernd

Brennnessel: wirkt entzündungshemmend und lindert Juckreiz, ist zudem wirksam gegen Schuppen und fettige Haut

Gänseblümchen: wundheilungsfördernd und entzündungshemmend, ist sehr hilfreich bei trockener, schuppiger sowie sensibler Haut

Grüner Tee: wirkt Schuppen entgegen, lindert Juckreiz und hemmt Entzündungen

Kakaobutter: ist hautpflegend und versorgt sie mit Feuchtigkeit, gerade geeignet bei trockener und spröder Haut

Karottenöl: regeneriert und pflegt die Haut, schützt sie vor Sonnenbrand und versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen

Mandelöl: pflegt die Haut, wirkt beruhigend auf sie und hat einen kühlenden Effekt

Rosenöl (ätherisches Öl): wirkt pflegend sowie beruhigend auf die Haut, regt die Wundheilung an und ist gerade bei gereizter und trockener Haut hilfreich

Schwarzkümmelöl: pflegt die Haut, wirkt entzündungshemmend, sowie hautberuhigend und insektenabwehrend

Aus diesen Ölen lassen sich schon hervorragende Hautöle für deinen Vierbeiner selbst herstellen! 

Rezept “Pflegendes Haut-Öl”

Alles zusammenmischen und in eine Braunglasflasche füllen, kühl sowie dunkel gelagert ist es ca. ½ Jahr haltbar.

Pflegt und regeneriert angegriffene Hautstellen und hilft der Haut zu heilen.

Wie kann ich die Pferdehaut waschen?

Die Pferdehaut hat einen pH-Wert von ca. 6,3, daher eignen sich selbst hergestellte Seifen mit Kernseife. Sie können hervorragend für die empfindliche Haut angewendet werden, da diese einen neutralen pH-Wert besitzen und den Säureschutzmantel nicht angreifen sowie zerstören (was bei chemischen Reinigungsmitteln leider der Fall sein kann). Kann dieser seine Aufgabe nämlich nicht mehr erfüllen, haben Bakterien, Viren und Pilze eine leichte Eintrittspforte. 

pferdehaut

Für eine generelle Wäsche für einen Schmutzfink, eignen sich Zusätze wie Aloe-Vera-Öl und Kamillentee, da diese eine pflegenden und beruhigende Wirkung haben. Bei schuppiger Haut empfiehlt sich Grüner Tee und Nachtkerzenöl (bei Schimmeln solltest du Kamille verwenden, da sich das Fell sonst verfärben kann!) 

Eine selbst hergestellte Seife sorgt für eine sanfte Reinigung und für eine reichhaltige Pflege der Haut. Sie versorgt sie mit wichtigen Inhaltsstoffen und unterstützt ihre Funktion. Sie wirkt – je nach Rezept –  regenerierend auf angegriffene Hautstellen, regt den Selbstheilungsprozess an, lindert Juckreiz oder verhilft der Haut zB. widerstandsfähiger zu werden. 

Unsere Pflegeseifen, die du in der “Pflegeformel für Pferde” findest, kannst du 1 x pro Woche anwenden, die Seifen gegen Hauterkrankungen können auch alle 2 Tage angewendet werden.

Warum du deine Pflegeprodukte für Pferde selbst herstellen solltest, erfährst du HIER.

Sommerekzem bei Pferden

Was tun bei trockener & schuppiger Haut?

Bei einem schlechten Hautbild und Juckreiz sollte immer die Nährstoffversorgung überdacht werden. Am Hautstoffwechsel sind meist Zink, Vitamin A, E, B-Komplex, Mangan, Biotin und Methionin beteiligt. Kräuter wie Zinnkraut, Brennnessel, Gänseblümchen, Birke, wildes Stiefmütterchen, Salbei und Kamille sind bei Juckreiz besonders hervorzuheben. 

Äußerlich angewendet können Hautöle (pur oder daraus hergestellte Cremes) besonders gut durch ihre pflegende & regenerierende Wirkung helfen. Vor Allem Nachtkerzen-, & Schwarzkümmelöl wirken hier besonders gut. Auch ein Aufguss von Walnuss-, Brennnessel- und Pfefferminzblättern kann äußerlich aufgetragen zu einer Linderung der Symptome führen.

Fliegenmasken können, wenn sie ausreichend groß sind, übrigens auch gut über dem Zaumzeug beim Reiten getragen werden. Achte darauf, ob dein Pferd auch Probleme mit den Nüstern hat, einige extralangen Modelle bieten auch hier zusätzlichen Schutz.

Fliegendecken zum Ausreiten oder für den Paddock sind ebenfalls eine Alternative, die in gewissen Fällen in Erwägung gezogen werden können. Allerdings solltest du bei den leichten Netz-Decken vorsichtig sein, wenn dein Pferd unbeaufsichtigt auf der Weide steht. Gelegentlich „verirren„ sich Steckinsekten wie Bremsen unter die Decken und können, dort gefangen, ein Pferd schier in den Wahnsinn treiben.

Behandlung & Pflege von Ekzem & Mauke

Das Sommerekzem ist eine allergische Reaktion die durch den Speichel von Stechmücken aus der Gattung der Culex, Gnitzen und Kriebelmücken hervorgerufen wird. Sie zählt zu eine der am häufig verbreiteten Hautkrankheiten und löst einen extremen Juckreiz aus, der für unsere Vierbeiner ziemlich unangenehm sein kann. Die Pferde sind dabei sehr unruhig und kratzen sich teilweise die betroffenen Stellen blutig.

Ausführlichere Infos zum Sommerekzem kannst du in unserem Blogartikel “Sommerekzem bei Pferden” nachlesen! 

pferdehaut

Heilende Pflanzen sind: Sanddornöl, Calendulaextrakt und Lavendelöl. Auch eine Ekzemertinktur aus Kamilleblüten, Gänseblümchen, Stiefmütterchenkraut und Salbeiblättern ist wirksam bei Juckreiz & Entzündungen.

Mauke bei Pferden ist vor allem an langem Behang anzutreffen. Darunter fallen Rassen wie Friesen, Tinker und Kaltblüter, doch auch Vierbeiner ohne Behang können von ihr befallen werden. Es handelt sich hierbei um eine bakterielle Mischinfektion und beginnt in vielen Fällen in der Fesselbeuge oder um sie herum – manchmal zieht sie sich das ganze Bein hoch, dann spricht man von der sog. “Raspe”. Ausführlichere Infos zum Thema Mauke kannst du HIER nachlesen. 

Wie beim Ekzem auch, empfehlen sich hier Seifen & Tinkturen mit heilenden Eigenschaften. In unserer selbstgemachten Anti-Mauke-Seife-, u. Tinktur verwenden wir u.A. einen Auszug aus Walnuss-Tee und Salbei-Tee.

pferdehaut

Unterstützung bei Wunden & Bissverletzungen

Die Homöopathie kann bei Wunden & Bissverletzungen eine gute Unterstützung darbieten. Alle Bisse können vorsorglich mit Arnica behandelt werden, wenn nur oberflächliche Schwellungen bestehen. Um die Wundheilung zu fördern, kann Calendula extern angewendet, und um sie zu säubern. 

In der sanften Heilung für Pferde, erhältst du natürliche Therapievorschläge, zu alternativen Behandlungsmethoden wie Kräuter, Heilpilze und Schüßler Salze, um dein Pferd auf sanfte Weise langfristig zu behandeln.

Oberflächliche Verletzungen können durchaus selbst behandelt werden, wenn man einige Grundregeln berücksichtigt:

  • Bei der ersten Hilfe am Pferd ist Sauberkeit das A und O bei der Wundversorgung. Zum Säubern eignen sich zum Beispiel jodhaltige Lösungen und Kompressen, mit denen man die Wunde vorsichtig abtupft.
  • Auf die gesäuberte Wunde kann dann als erste Hilfe Maßnahme beim Pferd eine antiseptische (desinfizierende) Salbe aufgetragen werden. So eine Salbe kann beispielsweise jodhaltig oder hautpflegend mit antiseptischen Komponenten sein. Keime und Krankheitserreger sind überall in der Umwelt vorhanden, infizieren diese Wunden, wird der Heilungsverlauf unter Umständen erheblich gestört.

Um dies zu verhindern verwundert es nicht, dass kolloidales Silber als Heilmittel wiederentdeckt wurde mit seiner antimikrobiellen, antibakteriellen sowie entzündungshemmenden  Wirkung.  Kolloidalem Silber, das pur aufgesprüht oder als Bestandteil von Cremes verwendet werden kann, wird insbesondere zur Wundheilung und Hautpflege verwendet, denn: Silber tötet Bakterien ab!

Haut-Gele dienen als Soforthilfe, sie ziehen besonders schnell ein, hinterlassen keine fettigen Rückstände und spenden Feuchtigkeit. Sie dienen hervorragend bei Wunden, Verbrennungen und Entzündungen. Aufgetragen verhilft es zur schnellen Linderung und wirkt durch die Kraft des Aloe-Vera-Blattgels schmerzlindern und wundheilungsfördernd. 

Fazit - Die Pferdehaut

Die Haut deines Pferdes ist ein sensibles und wichtiges Organ – so dient sie äußerlich dem Schutz vor Bakterien und Viren und innerlich ist sie ein unterstützendes Entgiftungsorgan. Ist die Haut deines Vierbeiners angegriffen, kann das ein Zeichen für innere Prozesse sein – welche du mit einer ausgewogenen Ernährung und Versorgung mit essentiellen Nährstoffen beheben kannst. Äußerlich kann uns die Natur wunderbar versorgen durch das Pflegen, Versorgen und Waschen mit natürlichen Zutaten. 

In der Pflegeformel für Pferde findest du 60 natürliche Rezepte, mit denen du Haut, Haar & Hufe unterstützen und deinen Vierbeiner von außen so richtig verwöhnen kannst!

Deine Anne & Nico von Pferde-Freundschaften 🐴❤️

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