Zeckenschutz für Pferde

Klein und gemein: Albtraum Zecke

Wer alleine oder mit seiner Fellnase viel im Wald oder durch Wiesen unterwegs ist, kennt die Plagegeister genau. Die eigentliche Gefahr, die von ihnen ausgeht, liegt nicht im Biss. Die kleinen Spinnentiere können gefährliche Krankheiten, wie z.B. Borreliose und Anaplasmose übertragen. 

Zecken sind nur wenige Millimeter groß. Ihr Körper kann auf das Zwanzigfache ihres ursprünglichen Volumens und das Hundertfache des Gewichts anschwellen. Dementsprechend sind Zecken nach ihrer Mahlzeit oft leichter zu entdecken…

Wir uns unsere Lieblinge sind davon leider nicht ausgeschlossen! Sie können wie der Mensch auch infiziert werden. Um auf das Schlimmste gefasst zu sein, solltest du jetzt deshalb aufmerksam lesen.

Ich stelle dir hier einige wirksame & natürliche Mittel vor für einen Zeckenschutz für dein Pferd:

Natürlicher Zeckenschutz für Pferde

Zeckenschutz für Pferde

Wo lauert die Zecke besonders?

Zecken lauern auf hohen Bäumen…

… ist ein Märchen das sich immer mal wieder herumtreibt. Sie halten sich nämlich überwiegend in Gras, Gebüschen oder Hecken auf. In Höhen über 1,50m sind sie eher selten anzutreffen. Sie bevorzugen ihren den Aufenthalt gerne an Waldrändern und vor allem an Orten mit Feuchtigkeit und Schatten.

Freies, trockenes Grünland gilt als weniger attraktiv für die kleinen Plagegeister. Sträucher, Hecken und Gehölze sollte man daher auf den Weiden reduzieren und den Aufenthalt an Waldrändern vermeiden. Da Zecken Feuchtigkeit und Wärme mögen, sind sie vor allem nach Regentagen im Sommer sehr aktiv.

Warum kann der Biss einer Zecke gefährlich sein?

Der Biss kann nicht nur Juckreiz und Hauterkrankungen auslösen, sondern auch das Allgemeinbefinden schwächen und Krankheiten übertragen, wie z.B. Borreliose und Anaplasmose. Ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenbiss können Fieber und mangelnder Appetit, Kolikerscheinungen oder dunkelgefärbter Harn auftreten…

Zeckenschutz für Pferde

Anzeichen und Symptome von Borreliose:

  • Fieber
  • Hautveränderungen an der Einstichstelle der Zecke
  • Steifheit und Lahmheit in mehr als einer Gliedmaße
  • Muskelschmerzen
  • Leistungsabfall und Müdigkeit
  • Herzprobleme
  • Verhaltensänderungen Ataxie, also Störungen der Bewegungskoordination
  • Augenentzündungen

Anzeichen und Symptome von Anaplasmose (ähnlich wie bei Borreliose)

  • Fieber
  • Apathie
  • Gliedmaßenödeme
  • Fressunlust
  • Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems und Bewegungsapparats
  • Blutungen in den Schleimhäuten
  • Verminderte Immunabwehr

Zecken werden erst dann richtig gefährlich, wenn sie längere Zeit am Körper sind und Blut gesaugt haben. Denn dann können sie Krankheitserreger freisetzen. 

Je früher eine Zecke entdeckt wird, umso geringer ist die Gefahr einer Erkrankung. Umso früher du sie bemerkst, desto besser! Die meisten Erreger brauchen ca. 24 Stunden bis sie in den Blutkreislauf des Pferdes gelangen…

Zeckenschutz für Pferde

Was tun, wenn mein Pferd von einer Zecke gebissen wurde?

Erst wenn die Zecke das Saugen vom Blut des Pferdes beendet hat, lässt sie sich wieder fallen. Du kannst Zeckenbisse oft an Knubbeln oder Schwellungen unter der Haut erkennen. Beim Saugen sondert die Zecke Speichel in die Wunde ab, die durch bestimmte Stoffe Juckreiz und Schmerz unterdrückt…

so merkt dein Pferd vom Stich selbst nichts und wehrt den Parasit auch nicht ab ….

Sollte dein Pferd von einer Zecke gebissen werden, ist es wichtig diese so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange zu entfernen.

❗ Dabei gilt es folgendes zu beachten: Die Zange so nah an der Haut wie möglich ansetzen und die Zecke vorsichtig fassen. Sobald diese „fest“-sitzt, aus der Haut kontrolliert und langsam herausziehen. 

Eine normale Pinzette eignet sich hierfür nicht, denn diese zerreißt den Körper der Zecke meist nur und entfernt ihn nicht vollständig. 

Da kann es passieren, dass trotz aller Vorsicht der Kopf im Pferd stecken geblieben ist. In diesem Fall sollte man die Stelle desinfizieren und sie beobachten. Wenn du dir unsicher bist, wie lange die Zecke schon an deinem Pferd saugt und vielleicht sogar Krankheiten übertragen hat, kannst du sie zu deinem Tierarzt bringen. Dieser untersucht die Zecke nach möglichen Erregern und kann somit schneller reagieren, falls die Auswertung positiv ausfällt.

Vorbeugung gegen Zecken

Die beste Vorbeugemaßnahme gegen Zeckenbisse beim Pferd ist es, sein Tier nach jedem Ausritt und bei Weidehaltung jeden Tag regelmäßig abzusuchen. Und zwar Überall! Ich hatte schon teilweise Zecken in meinen Stiefeln…

Die Wahrscheinlichkeit dabei eine zu entdecken ist wirklich sehr hoch. Gerade nach einem milden Winter, vermehren sich die Tiere umso schneller! 

Lieblingsplätze sind vor allem wenig behaarte und dünnhäutige Körperstellen, Euter, Kopf & Nackenbereich, dem Schlauch oder an der Innenseite der Hinterbeine. Natur sei Dank, sucht die Zecke recht lange nach einer geeigneten Stelle, bevor sie zubeißt… Es dauert zudem viele Stunden, bis Krankheitserreger auf das Pferd übertragen werden.

Pflegeformel für Pferde

Es lohnt sich also, schnell zu sein und dein Pferd regelmäßig zu untersuchen.

Zu dem – und jetzt kommen wir zum wichtigsten Punkt – gibt es natürliche Zeckenabwehr innerlich und äußerlich. Denn eine gesunde und immunstabile Haut, ist die natürlichste Möglichkeit, sich vor Zecken und anderen Blutsaugern wie z.B. auch die Kriebelmücke zu schützen.

Kochbuch für Pferde

Natürlicher Zeckenschutz für Pferde innerlich

Gerade im Fellwechsel, arbeitet der Stoffwechel und das Immunsystem unserer Vierbeinerfreunde auf Hochtouren – daher können wir unser Pferd auch innerlich unterstützen! 

Wie bei Mücken auch, gehen Zecken zum einen gerne an immungeschwächte Tiere und zum Anderen dem Geruch nach. Es geht also um Stärkung von Immunsystem und Haut!

Beides können wir verändern bzw verbessern durch zb: 

Brennessel:

  • Entsäuert den Pferdekörper
  • Regt den Stoffwechsel an
  • Fordert den Abtransport von Giftstoffen

Knoblauch:

  • Knoblauch dünstet über die Poren nach außen aus. Das finden nicht nur die meisten Menschen sondern auch die meisten Insekten unangenehm.

Bierhefe:

  • Eine gute Versorgung mit B-Vitaminen unterstütz das Immunsystem und verändert den Eigengeruch des Pferdes, so dass Zecken nicht mehr so starkt 

Natürliche Rezepte zum Selbermachen um deine Fellnase zu unterstützen findest du HIER im Kochbuch für Pferde und weitere Kräuter um das Immunsystem zu stärken HIER im Kräuterguide für Pferde 🐴💚

Natürlicher Zeckenschutz für Pferde äußerlich

Ein natürlicher Zeckenschutz für Pferde welcher ich bei meinen Friesen erfolgreich verwende, ist Kokosöl.

Dabei ist zu beachten, dass es 1. aus biologischem Anbau kommt und 2. kaltgepresst ist. Dieses enthält nämlich ein hohes Maß an Laurinsäure, welche abschreckend auf Mücken, Zecken und andere Parasiten wirkt.

Pflegeformel für Pferde

Aufgetragen wird das Öl per Hand oder einer Bürste. Die Wirkung hält einige Tage, sollte jedoch spätestens nach drei wieder erneuert werden.

Weitere Vorteile von Kokosöl:

Ein Weiteres natürliches Mittel ist zB. Schwarzkümmelöl

  • Das kann innerlich wie äußerlich angewandt werden. Es pflegt die Haut, reguliert (innerlich angewendet) das Immunsystem und die Verdauung. 

In unserer Pflegeformel für Pferde findest du ein tolles Rezept, den “Schrecken der Zecken”, bei dem wir ein Mittel aus weiteren natürlichen Inhaltsstoffen entwickelt haben, welches die Biester fernhält! 

Fazit: Natürlicher Zeckenschutz für Pferde

Eine völlig zeckenfreie Zeit werden wir wohl niemals erreichen. 

Aber durch das Wissen, was du tun kannst, um dein Vierbeiner zu unterstützen und vorzubereiten, diese Zeit so zeckenfrei und unbeschwert wie möglich zu erleben, ist eine sehr gute Basis! 

Wie du siehst, bietet uns die Natur einiges an, unser Pferd innerlich wie auch äußerlich unter die Hufe zu greifen! 

Die Pflegeformel für Pferde bietet dir tolle, natürliche Rezepte für die jetzige Krabbelzeit an Zecken, Mücken und anderen Blutsaugern. 

Auf eine möglichst kribbel-freie Zeit! 

Deine Anne & Nico von Pferdefreundschaften

Unser Buch-Tipp:

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