3 Gründe warum du dein Pferdefutter ab sofort selbst machen solltest + 3 Rezepte!

Pferdefutter selbst machen

Immer mehr Pferdehalter entscheiden sich lieber dafür, ihr Pferdefutter selbst zu mischen. Kein Wunder! Der Markt ist heutzutage überfüllt mit Fertigzeug und an jeder Ecke wird dir das Gelbe vom Ei versprochen. Das hier etwas faul ist, merken immer mehr verantwortungsbewusste Pferdehalter. Was genau verfüttere ich da überhaupt meinem liebsten Vierbeiner?

Erschreckende Tatsache: In den meisten Fertigprodukten stecken minderwertige, schädliche und oder chemische Zusatzstoffe, die den Organismus sogar mehr schaden können, als sie Gutes tun. In den meisten Fällen hat man als Pferdehalter nicht mal die Möglichkeit, sich ein genaues Bild von den Inhaltsstoffen zu machen. Überforderung, Ungewissheit und ein schlechtes Gewissen sind die Folge. Doch das muss nicht sein! 

Stellst du dein Pferdefutter selbst her, bist du auf der sicheren Seite, kannst die Qualität gewährleisten und hast wirklich nur Zutaten drin, die den Organismus deines Pferdes in seiner Funktion unterstützen. Und falls du schon länger mit dem Gedanken spielen solltest, hier unsere Top 3 Gründe, warum du es unbedingt machen solltest!

1. Keine synthetischen und oder schädliche Zusatz-stoffe

In vielen Fertigpräparaten werden neben Zucker & Konservierungsstoffe auch synthetisch hergestellte Stoffe verwendet, die vom Organismus nur sehr schlecht verstoffwechselt werden können. Das solche Stoffe nichts in einer natürlichen und artgerechten Pferdeernährung zu suchen haben, und unsere Vierbeiner nur unnötig belasten, sollte jedem klar sein und er sollte bewusst darauf achten. Ausschließlich natürliche (organische) Vitamine, Spurenelemente und Mineralien können vom Pferd zu 100% verstoffwechselt sowie aufgenommen werden und eben nur diese tun unseren Vierbeinern wirklich Gutes! Es gibt viele natürliche Zutaten wie  Hagebutten, Spirulina Algen, Bierhefe, Brennnessel, Löwenzahn, Rote Beete und viele mehr, mit denen du dein  Pferd  optimal  mit den lebenswichtigen Stoffen versorgen kannst (einige von ihnen kannst du sogar selbst sammeln).

2. Du kennst dein Pferd am Besten

Ist es nicht so? Du weißt genau, was dein Vierbeiner gerne frisst und wie du ihm etwas Gutes tun kannst. Du kennst seine Vorlieben und seine Problemchen (Allergien, Unverträglichkeiten usw.) und kannst individuell auf seine Bedürfnisse eingehen. Klar, unter den 1000 Mischungen auf dem Markt würdest du sicherlich auch für ihn / sie etwas brauchbares finden, doch klar ist: Keine Mischung ist so passend & speziell wie deine! 

3. Du sparst in den meisten Fällen Geld ein

Man glaubt es kaum, doch es stimmt. Wir haben es durchgerechnet! Du sparst im Gegensatz zum Fertigzeug (in den meisten Fällen) tatsächlich sogar noch ein paar Euronen ein. Warum? Weil du nur auf die notwendigsten Zutaten in ihrer natürlichsten Form zurückgreifst und alle anderen unnötigen Stoffe einfach weglässt!

Pferdemüsli selber machen:müsli für pferde selber machen

Grundbasis ist meist gequetschtes  sowie ausgepufftest Getreide, dieses soll dem Vierbeiner nach einem harten Training Energie liefern. Im direkten Vergleich zu Gerste und Mais ist Hafer der beste Energielieferant und für unsere Pferde am bekömmlichsten.

Wichtige Vitamine und Mineralstoffe werden dann in Form von  Kräuter, Gräser, Kerne, getrocknete Früchte, getrocknetes Gemüse und natürlichen Mineralstoffen wie Algen beigegeben.

Hier eines meiner Lieblingsrezepte, welches ich gerade während dem Fellwechsel gerne verfüttere:

Rezept: Gemüse & Früchtemüsli: 

Es stärkt das Immunsystem, unterstützt den Stoffwechsel und sorgt für ein gesundes sowie glänzendes Fell & starke Hufen. Des Weiteren enthält es viele essentielle Aminosäuren, einen ausgewogenen Mix aus Mineral- und Ballaststoffen sowie Vitaminen –  Einfach alle Zutaten zusammen mischen und verfüttern!

Mash selber machen:Mash für Pferde selber machen

Weizenkleie  ist der Hauptbestandteil von    Mash und sollte vorher immer mit warmen Wasser zu einem Brei verrührt werden (Wasser sollte ebenfalls für deinen Vierbeiner ausreichend zur Verfügung stehen, eine Trockenfütterung kann zu Verstopfungen führen)!

Es besteht aus der Schale der Weizenkörner und versorgt dein Pferd mit vielen verschiedenen Vitalstoffen wie Eisen, Zink, Vitamin E und B6, Kalium sowie Mangan und wirkt sich positiv auf die Darmtätigkeit & Verdauung aus. 

Da es leicht abführend wirkt, solltest du es nicht zu häufig (max. 1-3 mal pro Woche) und nicht zu viel (300-500g) verfüttern, da sonst zu viele Darmbakterien zerstört werden.

Darüber hinaus enthält es gegenüber Calcium etwa die siebenfache Menge an Phosphor, ein zu Viel bringt das Verhältnis durcheinander und es können schlimme Folgen entstehen!

Nächster Bestandteil: Leinsamen! Sind gerade beim Fellwechsel   wahre Helden, da sie gute Energielieferanten sind. Die Samen wirken sich positiv auf die Magen-Darm-Schleimhäute aus, können die Aufnahme von Nährstoffen begünstigen und regen zusätzlich noch die Darmtätigkeit an. Durch den heiß-warmen Aufguß entfalten sich sog. Schleimstoffe aus der Schale, die eine wohltuende Wirkung erzielen. Diese Stoffe enthalten wichtige Aminosäuren und liefern dem Organismus Baustoffe für die Bildung einer schützenden Magen-Darm-Schleimhaut.

Wichtig: Braune Leinsamen vorher immer kochen / backen! Alternativ goldene Leinsamen verwenden

Je nach Gewicht, Leistung, Alter usw. kannst du dich an folgende Richtlinien halten (auf ein Großpferd mit 600kg berechnet):

  • 80g goldene Leinsamen
  • 300g Weizenkleie
  • 1,5l warmes Wasser

Zubereitung

Schritt I

Weizenkleie zusammen mit den Leinsamen und dem Wasser zu einem Brei verrühren.

Schritt II

15-30 Minuten quellen lassen, damit sich die Schleimstoffe entfalten können. Anschließend kannst du dann deine Zusätze wie Mineralfutter oder Kräuter hinzufügen und je nach Vorliebe lauwarm oder kalt verfüttern.

Achte darauf, dass das Mash nicht zu heiß ist, ein Pferdemaul ist empfindlicher als unser Menschen-Mund!

Natürlich kannst du dein Mash auch noch mit gesunden & natürlichen Zutaten wie rote Beete, Hagebutten und oder Kräuter erweitern um deinem Pferd weitere essentielle Nährstoffe zuzuführen!

Abwechslungsreiche Rezepte findest du HIER in unserem Kochbuch für Pferde! 

Leckerlies selber machen:Pferdeleckerlies selber machen

Neben Müsli & Mash kannst du ebenfalls ganz einfach deine Pferdeleckerlies auf natürliche Weise herstellen! Hierbei kannst du dir dann sicher sein, dass nicht zuviel Zucker oder andere schädliche Zusatzstoffe enthalten sind. 

Hier eines unserer Lieblings-Rezepte: Stoffwechsel Hagebutten Muffins!

Zutaten:

  • 30g Sonnenblumenkerne
  • 20g Hagebutten
  • 250g Haferflocken
  • 30g Brennnessel
  • heißes Wasser / Brennnesseltee
  • Muffinförmchen

Zubereitung:

Schritt 1
Alle Zutaten, bis auf die Flüssigkeit, zusammen geben und gut durchmischen. Nach   und nach Flüssigkeit dazu geben, bis eine stabile & trockene Masse entsteht.

Schritt 2
Die fertige Masse in die Muffinförmchen füllen und bei 125°C (Umluft) für ca. 60 Minuten backen.

Schritt 3
Gut abkühlen sowie trocknen lassen, aus den Förmchen nehmen und frisch   verfüttern.

Weitere gesunde & natürliche Pferdeleckerlis findest du HIER in unserem Kochbuch!

Lust auf mehr natürliche & gesunde Rezepte?

pferdeshop

Mach es wie über 800 Pferdefeunde und entdecke auf 96 Seiten & 60 Rezepten, wie einfach du Leckerlies, Mash, Müslis, Salate, Smoothies, Tee’s & Pflegeprodukte für deinen Liebling auf einfache & artgerechte Weise selbst zubereiten kannst!

Zum Kochbuch!