Mash selber machen

Jedes Pferd freut sich über ein wenig Abwechslung im Speiseplan und selbstgemachtes Mash kommt dabei immer gut an. 

Gerade zu Beginn der kalten Jahreszeiten ist es eine gute Alternative da es auch lauwarm verfüttert werden kann und wird von vielen Reitern zB. gerne als Aufbaunahrung nach einem Krankheitsfall verwendet. 

Es wirkt appetitanregend, ist leicht verdaulich und kann gerade während dem Fellwechsel enorme Unterstützung bieten!

Im Gegensatz zu früher gibt es heute unzählige Fertigmischungen auf dem Markt, die man nur noch mit heißem Wasser aufgießen muss..du sparst dir hier zwar etwas Zeit, hast aber eventuell auch schädliche Zusätze drin.. 

Fast jeder Anbieter hat mindestens eine eigene Mischung und es gibt sicherlich auch gute Schaafe unter den vielen Schwarzen..irgendwo..

Jedoch kannst du dein Mash auch auf einfache Weise und mit wenigen Handgriffen selbst herstellen und hast somit keinerlei schädliche Zusätze drin, die dein Pferd nicht wirklich benötigt (und ihn oder sie teilweise belasten)!


Was steckt drin im Mash?


Weizenkleie ist der Hauptbestandteil von Mash und sollte vorher immer mit warmen Wasser zu einem Brei verrührt werden (Wasser sollte ebenfalls für deinen Vierbeiner ausreichend zur Verfügung stehen, eine Trockenfütterung kann zu Verstopfungen führen)!

Es besteht aus der Schale der Weizenkörner und versorgt dein Pferd mit vielen verschiedenen Vitalstoffen wie Eisen, Zink, Vitamin E und B6, Kalium sowie Mangan und wirkt sich positiv auf die Darmtätigkeit & Verdauung aus.

Da es leicht abführend wirkt, solltest du es nicht zu häufig (max. 1-3 mal pro Woche) und nicht zu viel (300-500g) verfüttern, da sonst zu viele Darmbakterien zerstört werden.

Darüber hinaus enthält es gegenüber Calcium etwa die siebenfache Menge an Phosphor, ein zu Viel bringt das Verhältnis durcheinander und es können schlimme Folgen entstehen!

Mash selber machen

Leinsamen sind gerade beim Fellwechsel wahre Helden, da sie gute Energielieferanten sind. Die Samen wirken sich positiv auf die Magen-Darm-Schleimhäute aus, können die Aufnahme von Nährstoffen begünstigen und regen zusätzlich noch die Darmtätigkeit an.

Durch den heiß-warmen Aufguß entfalten sich sog. Schleimstoffe aus der Schale, die eine wohltuende Wirkung erzielen. Diese Stoffe enthalten wichtige Aminosäuren und liefern dem Organismus Baustoffe für die Bildung einer schützenden Magen-Darm-Schleimhaut.

Wichtig: Braune Leinsamen vorher immer kochen / backen! Alternativ goldene Leinsamen verwenden

Mash selber machen

So – das ist die Basis aus der Mash besteht. Jetzt kannst du natürlich je nach belieben weitere Zusätze wie Bierhefe, Rote Beete, Honig, Salbei und und und hinzufügen um deinem selbstgemachtem Mash noch einen letzten gesunden & natürlichen Schliff zu verleihen. 

Falls du Interesse an fertigen Kreationen hast, kannst du auch einfach deine Email-Adresse hier unten drunter eintragen und du erhältst 3 gesunde Mash-Rezepte, die ausgiebig von meinen beiden Friesen getestet wurden 🙂

Mash selber machen

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So stellst du dein Mash selbst her

Je nach Gewicht, Leistung, Alter usw. kannst du dich an folgende Richtlinien halten
(auf ein Großpferd mit 600kg berechnet):

  • 80g Leinsamen
  • 300g Weizenkleie

Zubereitung

Schritt I

Leinsamen mit 1,5l Wasser für ca. 60 Minuten lang kochen und gelegentlich umrühren / wahlweise goldene Leinsamen verwenden, da man sie auch ungekocht verfüttern kann.

Schritt II

Weizenkleie in eine große Schüssel oder Eimer geben, die abgekochten Leinsamen mit Sud etwas abkühlen lassen (nicht heißer als 40-50°C, da sonst wichtige Stoffe zerstört werden) und anschließend dazu geben sowie vermischen.

Schritt III

15-30 Minuten quellen lassen, damit sich die Schleimstoffe entfalten können und zu einem Brei verrühren (nicht zu suppig, da es sonst zu Verdauungsstörungen kommen kann). An dieser Stelle kannst du dann deine Zusätze wie Mineralfutter oder Kräuter hinzufügen und je nach Vorliebe lauwarm oder kalt verfüttern.

Achte darauf, dass das Mash nicht zu heiß ist! Ein Pferdemaul ist empfindlicher als unser Menschen-Mund 🙂


Wie oft verfüttern?

Wenn keine Stoffwechselprobleme bekannt sind und du das alternativ auch mit deinem TA abgeklärt hast, kannst du Mash 2-3 mal die Woche verfüttern. Aber nicht öfters!

Wie oben schon erwähnt, würden zu viele Darmbakterien zerstört werden und im schlimmsten Falle kommt es noch zu einem Ungleichgewichts des Ca-Ph-Verhältnisses.

Die Dosis macht's 🙂 Du kannst es entweder als Ergänzung an diesen Tagen zu deiner Kraftfutterration hinzugeben, oder (meine Empfehlung) das Mash gleich als Kraftfutterration ansehen.

Tipp: Möchtest du gänzlich auf Kraftfutter verzichten, kannst du auch sog. Apfelfasertaler verwenden!


Gezielte Unterstützung:

  • nach anstrengender Arbeit
  • bei Verdauungsproblemen
  • während dem Fellwechsel
  • bei älteren Pferden mit Zahn- und Kaufproblemen
  • als Aufbaunahrung nach einer Erkrankung
  • uvm.


Mash selber machen – Fazit

Wie du siehst kannst du mit Weizenkleie & Leinsamen dein Mash mit wenigen Hadgriffen selbst herstellen. Zusätzlich hast du eben die volle Kontrolle darüber, was dein Vierbeiner da überhaupt wirklich frisst und kannst es außerdem noch mit natürlichen Zusätzen wie Kräuter & Co. aufpeppeln. Achte auf ausreichend Wasser, lasse das Mash 15-30 Minuten vorher quellen und füttere es nicht zu oft – die Dosis macht's..

Achja, und falls es mal schnell gehen sollte, kannst du wahlweise auch goldene Leinsamen verwenden!


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