Flohsamen für Pferde, transportieren Sand und Erde!

Flohsamen für Pferde, transportieren Sand und Erde!

Flohsamen für Pferde

Je nach Beschaffenheit des Bodens nimmt dein Pferd während es grast oder Heu vom Boden frisst mehr oder weniger Sand mit auf. Gerade bei einer schon abgegrasten Koppel, kann sich die Menge gegenüber einer Saftiggrünen deutlich unterscheiden!

Lagert sich zu viel Sand im Darm ab, kann es sogar zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen, da das Pferd in den meisten Fällen unter starken Koliken leidet..

Hier schaffen sog. Flohsamen Abhilfe! Sie helfen während einer Kur den abgelagerten Sand aus dem Darm zu transportieren, damit es erst gar nicht dazu kommen kann.

Flohsamen haben ihren Namen tatsächlich von den kleinen Tierchen..Sie sehen mit ihrer braunen Farbe aber nicht nur so aus, wenn sie reif sind, springen sie ebenfalls aus der Wegerichpflanze heraus..eben wie kleine Flöhe.

Was genau bewirken Flohsamen bei Pferden?

Sie wirken sich überaus positiv auf die Verdauung aus und helfen, diese zu regulieren. Die enthaltenen Ballaststoffe bilden Schleimstoffe. Diese binden den Sand, helfen, ihn aus dem Darm zu transportieren und sorgen zudem für einen guten Nährboden für positive Darmbakterien.

Du kannst sie sowohl bei Verstopfungen, als auch bei Durchfall in Betracht ziehen.

  • Werden sie bei einer Verstopfung verfüttert, entsteht durch ihr Quellen ein Füllungsdruck im Darm, wodurch er angeregt wird, den Inhalt schnell zu entleeren.
  • Werden sie hingegen bei Durchfall oder Kotwasser verwendet, saugen die Flohsamen das Wasser durch ihr Quellen auf und formen die Pferdeäpfel fester.

Ähnlich wie Leinsamen unterstützen die Flohsamen Haut, Fell sowie Hufe und regen zudem noch den Stoffwechsel an.

Wann können Flohsamen für Pferde hilfreich sein:

  • Durchfall oder Kotwasser (hier solltest du unbedingt die Ursache finden und nicht nur die Symptome behandeln)
  • Sandkoliken, Darmsanierung nach einer Kolik
  • Magenschleimhautreizungen (die Schleimstoffe legen sich wie ein Schutzfilm über die gereizte Magenschleimhaut und schützt sie vor weiteren Reizungen durch Magensäfte)
  • Sandablagerungen im Darm oder auch als Prophylaxe
  • Unterstützung des Fellwechsels
  • Darmsanierung nach Medikamentengabe

Wie viel und was genau verfüttern?

Ob du ganze Flohsamen oder nur die Schale verfütterst, bleibt dir überlassen. Eine 4-wöchige Kur hat sich gerade im Frühjahr sowie im Herbst als Unterstützung zum Fellwechsel bewährt.

Achte unbedingt darauf, dass dein Pferd nach der Fütterung ausreichend Wasser zur Verfügung hat und die Schalen vorher in Wasser quellen zu lassen, ansonsten kann es zu Verstopfungen und Darmverschlüssen kommen!

  • Bei der Verfütterung von Flohsamenschalen gibt man einem Großpferd 50g täglich, die Hälfte davon (25g) einem Pony. Die Flohsamenschalen müssen bevor sie verfüttert werden mit ca. 1l Wasser 25 min quellen. Diese kann man dann ganz beliebig unters Futter mischen oder ein tolles leckeres Mash zubereiten.

  • Bei der Verfütterung von Flohsamen gibt man einem Großpferd 80g täglich, die Hälfte davon (40g) einem Kleinpferd / Pony. Diese werden aber nur angefeuchtet, da das Quellen der Samen erst im Magen beginnen soll, damit der ganze Sand abtransportiert werden kann.

Egal ob du nur die Schalen, oder die ganzen Samen verfütterst. Kontrolliere auf jeden Fall immer die Pferdeäpfel um Verstopfungen oder Durchfall zu vermeiden. Reagiert dein Pferd mit Durchfall, halbiere die Dosis. Reagiert es mit Verstopfung, die Samen entweder länger einweichen, oder die Dosis reduzieren. 

Flohsamen für Pferde

Hat dein Pferd Sand im Darm ?

Von außen mag es unmöglich sein zu sagen, ob dein Pferd Sand im Darm hat, oder eben nicht. Du kannst es durch einen Test aber ganz einfach herausfinden!

Dafür gibst du ein paar frische Pferdeäpfel in ein durchsichtiges Behältnis (diese sollten natürlich so weit es geht frei von Sand sein, am Besten vom Beton) füllst 1l Wasser hinein, rührst das Ganze um, bis sich die Knoddel aufgelöst haben und lässt es für eine kurze Zeit stehen. 

Sollte sich am Boden Sand absetzen, solltest du eine Kur mit ganzen Flohsamen oder Flohsamenschalen in Betracht ziehen. 


Flohsamen/Flohsamenschalen kaufen

Achte bei der Qualität unbedingt auf Bio, da diese nicht mit Schadstoffen belastet sind. Du bekommst sie entweder online auf Amazon (HIER zB.) oder in den meisten Reformhäusern. 



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Tee für Pferde – mehr als nur heiße Brühe!

Tee für Pferde – mehr als nur heiße Brühe!

Mit Ton abspielen! 

Die Zufütterung von Kräutern liegt derzeit voll im Trend.. " Zurück zur Natur! " heißt das Motto vieler Pferdehalter, weg von melassierten Futtermitteln hin zu einer natürlichen Pferdeernährung..Kein Wunder!

Wenn sie mit Bedacht verfüttert werden, können sie sich überaus positiv auf die Gesundheit deines Vierbeiners auswirken. Sie bieten enorm viele Vorteile und sind eine ideale natürliche Futterergänzung, die schon immer Bestandteil der Pferde war und ist!

Du kannst sie aber nicht nur hervorragend zur Ergänzung verfüttern, sondern auch gezielt auf bestimmte Probleme wie an Haut & Fell, Bewegungsapparat, Magen-Darm und vor allem Atemwege verwenden...


Kräutertee für Pferde?!


Wer bisher gedacht hat, Pferde würden nur Wasser trinken, der hat sich getäuscht!

​Sie nehmen täglich um die 30-50l Flüssigkeit zu sich und wissen es sehr wohl zu schätzen, 
wenn sie mal eine süße oder würzige Abwechslung in Form eines Tee's zubereitet bekommen...

Er schmeckt nicht nur und dient hervorragend als kleiner "Snack", wenn er mit Bedacht zusammengestellt wird, kann er sich sogar überaus positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Vierbeiners auswirken!

Tee's haben aber noch einen ganz anderen Vorteil...wie auch bei uns Menschen werden die enthaltenen 
Wirkstoffe in den Kräutern durch das heiße Wasser nämlich schneller aufgenommen,
als wenn man sie einfach nur trocken über das Futter gibt! 

So bereitest du deinem Vierbeiner 
einen frischen Tee zu!

Je nachdem was du erreichen möchtest, kannst du mehrere Kräuter zusammen verwenden. Du solltest vorher aber unbedingt abklären, welche sich evtl. gegenseitig beeinflussen (weiter unten findest du fertige Mischungen)!

Eine Mischung sollte aus drei bis acht Einzelkräutern bestehen und im Besten Falle nicht dauerhaft, sondern in Form einer Kur (4-6 Wochen) verfüttert werden! Achte darauf, nicht mehr als 60g Kräuter täglich zu geben (Ponys und Kleinpferde sogar nur 30g) und serviere den Tee niemals zu heiß! (das Pferdemaul ist um einiges empfindlicher, als unser Menschenmund)

Hast du die passenden Kräuter ausgewählt, gibst du diese einfach in einen großen & sauberen Eimer und befüllst ihn mit 5-10l heißem Wasser (Ich empfehle, dir einen Eimer sowie einen Wasserkocher in den Stall zu stellen, damit du nicht alles schleppen musst).

Anschließend etwa 10 Minuten ziehen sowie abkühlen lassen (wahlweise kannst du auch etwas kaltes Wasser hinzugeben, damit es schneller geht), den Sud schlürfen lassen und die Kräuter über das Futter geben - Fertig! 🙂

Wenn du möchtest kannst du den Tee auch mit etwas Honig süßen, er ist deutlich gesünder als normaler Zucker und hat (vor allem bei Husten) eine beruhigende und lindernde Wirkung.

Tee für Pferde

Hustentee


15g Königskerze
15g Isländisch Moos
2 Esslöffel
Honig


Verdauungstee


20g Melisse
30g Hopfen
15g Artischocke


Entspannungstee


5g Passionsblume
10g Kamille
10g Melisse
5g Hopfen
5g Fenchelsamen
2 Esslöffel Honig

Du willst mehr über Kräuter und ihre 
unglaubliche Wirkung erfahren?



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Spat beim Pferd – Nimm deinem Pferd die Schmerzen!

Spat beim Pferd – Nimm deinem Pferd die Schmerzen!

Spat beim Pferd

Spat beim Pferd wird auch als Berufskrankheit bei Hochleistungssportpferden bezeichnet. Vor allem ältere Pferde mit Leistungssportvergangenheit, sind von dieser arthritische Erkrankung im Sprunggelenk betroffen. 

Spat beim Pferd ist unheilbar, eine Therapie in diesem Falle zielt nur auf eine Schmerzlinderung ab!

Was ist Spat beim Pferd?

Das Sprunggelenk besteht aus mehreren kleinen Knochen. Diese können sich durch innere und äußere Einflüsse an der Innenseite des Sprunggelenks durch eine Knochenauftreibung entzünden.

Der Verknöcherungsprozess des Gelenks kann sehr schmerzhaft für das Pferd sein. Die Beweglichkeit des Sprunggelenks nimmt immer mehr ab und bei vielen Pferden wird eine Verdickung an der Innenseite des Sprunggelenks sichtbar.

Spat zeigt sich meist an einer Lahmheit.

 

Woher kommt Spat (Pathogenese)?

Spat beim Pferd kann verschiedene Ursachen haben:

  • Fütterungsfehler 
    Eine Mineralstoffunterversorgung kann zu Spat führen. Mineralstoffe sind für den Aufbau von den Knochen wichtig, gibt es einen Mangel, werden Stoffwechselvorgänge im Knochen beeinträchtigt

  • Tritte von anderen Pferden oder Eigenverletzungen wie Quetschungen und Prellungen

  • Überbelastung
    Spat ist oft bei Pferden zu sehen, die im Leistungssport gelaufen sind. Dabei werden manche Pferde zu früh angeritten, wodurch die Knochen während dem Wachstum überbelastet werden

Spat beim Pferd erkennen

Spat zeigt sich als erstes durch eine Lahmheit, welche nach und nach immer weniger erkennbar wird, da sich das Pferd einläuft.

Manche Pferde verspüren jedoch keinen Lahmheitsschmerz – Sie zeigen eine Steifheit in der Hinterhand

Meistens ist eine Abnutzung der Zehen erkennbar, da das Hinterbein nur noch gering angewinkelt werden kann. Der Huf hat dann eine ungleichmäßige Abnutzung.

Wenn dein Pferd schmerzen hat, kann es passieren, dass es sich weigert bergab zu gehen.

Bei einem fortgeschrittenem Stadium können schmerzlose harte Verdickungen an der Innenseite des Sprunggelenks sichtbar und ertastet werden.

Pferde die von Spat betroffen sind werden beim Hufe auskratzen nicht so beweglich sein und Probleme bei engen Wendungen haben. 

Eine sog. Spatprobe kann Aufschluss darüber geben, ob dein Pferd von Spat betroffen ist.

Dafür ziehst du das Hinterbein mit einem angewinkelten Huf  langsam unter den Bauch. Für eine Minute halten und anschließend am besten auf Beton traben lassen.

Zeigt dein Pferd eine deutliche Lahmheit, solltest du das Sprunggelenk röntgen lassen, um ganz sicher zu sein. 

 

Behandlung Spat beim Pferd

 

Haltung und Reiten bei Spat

Reite dein Pferd lange warm und verzichte auf Versammlung, da es dabei vermehrt Last auf die Hinterhand aufnimmt und dies zu weiteren Schmerzen und einer Überbelastung führt. Des Weiteren sollte dein Pferd die Möglichkeit haben, sich den ganzen Tag bewegen zu können (zB. Offenstall). Bei Bewegung läuft die Gelenkschmiere und es kommt zu keinem weiteren Verschleiß der Gelenke. Zusätzlich werden Reibungen vermindert und Schmerzen gelindert.

 

Therapie bei Spat

Ingwer wirkt erwärmend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und schmerlindernd. Das Ingwerpulver wird innerlich verabreicht, 1-2g /100kg.

 

Teufelskralle lindert Schmerzen im Bewegungsapparat und ist entzündungshemmend. Man verwendet hier die Wurzeln, 10-30g täglich werden in kaltem Wasser über Nacht eingeweicht. Wurzeln mit Sud verfüttern, am besten unters Futter mischen.

Zusätzlich solltest du die Leber entgiften, da sie am Knochenstoffwechsel beteiligt ist. Eine Kur von sechs Wochen haben sich hierbei bewährt. 60g Mariendistelsamenschrot mit 20g Artischocke täglich ins Futter geben.

 

Aloe Vera kann äußerlich sowie innerlich angewendet werden und sorgt für eine optimale Versorgung mit Mineralstoffen. Informationen dazu findest du “ HIER

 

Apfelessig als äußerliche Anwendung hat sich auch sehr bewährt bei Spat. Er wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.

 

Es gibt sog. Spatbeschläge, frag am besten deinen Tierarzt oder Hufschmied!

 

Fütterung bei Spat

Auf Phosphorhaltige Futtermittel wie Getreide sollte dein Pferd verzichten. Diese greifen in den Knochenstoffwechsel ein. Lieber Futtermittel mit einem hohen Calciumgehalt wie z.B. Rübenschnitzel verfüttern. Als Mineralfutter wie oben schon erwähnt Aloe Vera Gel oder Seealgenmehl.

 

Hast du schon Erfahrungen mit Spat gemacht? Lass es uns wissen und kommentiere unten in der Box 🙂 !

Über mich! 🙂

Hey ich bin Anne! Auf meine Blog teile ich mein Wissen aus über 15 Jahren Arbeit mit Pferden..und dies mache ich ganz getreu zu meinem Motte "Zurück zur Natur!" Meine Inhalte gestalten sich unter anderem aus Haltung, Pflege und natürlich eine gute und gesunde Ernährung für Pferde - ich wünsche mir, dass ich dir lieber Leser mit meinem Blog etwas unter die Arme greifen und den Weg mit deinem Pferd angenehmer gestalten kann...Ich wünsche dir viel Spaß beim Durchstöbern!
Creme , Salbe und Kräuteröl selbst machen

Creme , Salbe und Kräuteröl selbst machen


Kräuteröl selbst machen

Wer sein Kräuteröl selbst machen möchen, sollte Zeit und Geduld mitbringen!

Über mehrere Wochen hinweg werden verschiedene Kräuter in einem hochwertigen Öl angesetzt. Ganze 4 Wochen dauert die Herstellung, aber es lohnt sich!

Was bewirken Kräuteröle?

Die Wirkungsrichtung der Kräuteröle hängt davon ab, mit welcher Pflanze sie hergestellt werden.

Je nach Heilungseigenschaft wirken sie entzündungshemmend, hautberuhigend, schmerzlindernd, gegen Keime,Bakterien und Pilze. 

Des Weiteren sind sie milder als ätherische Öle und können somit pur auf die Haut angewendet werden.

Sie dienen ebenfalls als Bestandteile von Cremes!

Kräuteröl selbst machen – so geht’s!

Kräuteröl selber machenFür die Herstellung empfehle ich frische Kräuter zu verwenden.

Diese gibst du in ein durchsichtiges Glas und befüllst es bis oben hin mit einem hochwertigen kaltgepressten Öl (zB. Sonnenblumenöl).

Achte darauf, dass die kompletten Kräuter mit Öl bedeckt sind!

Danach wird das Glas unverschlossen für eine Woche gelagert. Vorzugsweise im Sonnenlicht auf der Fensterbank.

Anschließen verschließt du das Glas mit einem Deckel und lässt es erneut 3 Wochen, vorzugsweise in der Sonne, stehen. (Ich weiß, Gelduld ist hier gefragt!)

Nach 21 Tagen wird das Kräuteröl abgeseiht, in eine dunkle Flasche umgefüllt und verschlossen  – Fertig, das Ganze ist etwa sechs Monate haltbar!

 

Welche Kräuter kann ich für die Öle verwenden?

Johanniskraut

Hilft bei Muskel- sowie Gelenkschmerzen. Kraut wird in das Öl eingelegt und pur auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

Arnika

Hilft bei Muskel- sowie Gelenkbeschwerden, Blutergüssen, Verstauchungen, Prellungen und Quetschungen. Blüte wird in Öl eingelegt und im Verhältnis 1:2 mit Trägeröl verdünnt aufgetragen – WICHTIG – nur äußerlich anwenden und niemals auf offene Wunden auftragen!

Kamille

Hilft bei Entzündungen der Haut wie Ekzem oder allgemein bei Wunden und Entzündungen im Maul. Blüte wird in Öl eingelegt und pur auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

Ringelblumen

Hilft bei Wunden aller Art, Verbrennungen, Quetschungen oder Prellungen, Ekzem, Pilzerkrankungen und Warzen. Die Blüten werden in das Öl eingelegt und pur auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

Darüber hinaus gibt es noch viele andere Kräuter die du verwenden kannst, wenn du dein Kräuteröl selbst machen möchtest.

Das Internet bietet hier vielerlei Auswahl, ich habe mich für diese vier entschieden, da ich sie während meiner Arbeit mit Pferden oft verwende. 

 

Wie stelle ich Salben selbst her?

Salben schützen die Haut durch ihren hohen Fettgehalt besser als Cremes, können sie aber schlechter durchdringen. Deshalb sind sie eher für chronische Erkrankungen der Haut geeignet.

Das benötigst du:

  • 30g getrocknete oder 50g frische Pflanzen (je nach Rezepturbezeichnung der Heilpflanze nimmst du entweder Blüten, Kraut, Rinde oder Wurzel)
  • 20g Bienenwachs
  • 200ml Olivenöl
  • 20g Lanolin

Kraut und Blüten in einen Topf mit Olivenöl 15 Minuten lang erwärmen, Rinden und Wurzeln benötigen 45 Minuten. 

Anschließend die Kräuter (oder eben Blüten,Rinden,Wurzeln), absieben und auspressen. Zum Öl werden nun Bienenwachs und Lanolin zugegeben und bis alles geschmolzen ist, erhitzt. 

Die Masse 20 Minuten umrühren und in passende Behältnisse geben.

Wie stelle ich Cremes selbst her?

Eine Kräutercreme eignet sich hervorragend bei entzündlichen Hauterkrankungen. Sie dringt besser durch die Hautschicht, bietet aber einen nicht so großen Schutz wie Salben.

Das benötigst du:

  • 300ml Kräuteröl
  • 7 TL Bienenwachs
  • 9 TL Lamecreme
  • 50g Kräuter

50g Kräuter mit kochendem Wasser übergießen und bis der Tee kalt ist, ziehen lassen. Kräuter anschließend absieben und ausquetschen.

Das Kräuteröl mit dem Bienenwachs sowie der Lamecreme in einem Wasserbad schmelzen. Tee erhitzen, alles vermischen und abfüllen. 

Welche Pflanzen kann ich dafür verwenden?

  • Ringelblumen
  • Kamille
  • Johanniskraut
  • Eichenrinde
  • Salbeiblätter
  • Lavendel
  • Beinwell
  • Fichtennadeln
  • Arnikablüten
  • etc.

Hast du schon Erfahrungen mit Kräuterölen gemacht? Lass es uns wissen und kommentiere in der Box unten :-)!

Über mich! 🙂

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Mauke bei Pferden – von innen nach außen!

Mauke bei Pferden – von innen nach außen!

Mauke bei Pferden

Mauke bei Pferden ist vor allem an langem Behang anzutreffen. Darunter fallen Rassen wie Friesen, Tinker und Kaltblüter. Doch auch Pferde ohne Behang können von Mauke befallen werden!

Die Behandlung sollte vor allem innerlich und nicht nur rein äußerlich erfolgen.

Was ist Mauke bei Pferden?

Ein Ekzem ist ein Sammelbegriff für eine nicht ansteckende, entzündliche meist juckende Hauterkrankung.

Dazu gehört auch die Mauke, da sie ein Fesselbeugenekzem ist. Dieses kann eitern, schuppen, jucken und es können sich dicke Krusten bilden sowie starke Schmerzen auftreten.

Die Mauke beim Pferd kann je nach Stadium nässend oder trocken sein und beginnt meist in der Fesselbeuge mit einer Rötung und Visikelbildung.

Besteht die Mauke über einen längeren Zeitraum, ist sie also schon chronisch, kommt es zu Hautwucherungen mit Schrunden.

Wie entsteht Mauke bei Pferden?

Meist ist die Mauke bakteriell bedingt oder wird Mauke bei Pferdendurch Pilze ausgelöst.

Dabei begünstigt eine schlechte Stoffwechselsituation oder eine schlechte Wundheilung der Haut diese Krankheit.

Sie entsteht durch eine Hautreizung, die durch schlecht gemistete Boxen und Sand vom Reitplatz hervorgerufen werden kann

 

Mögliche Auslöser für Mauke:

  • Bakterien
    Dermatophilus congolensis gehören zu der normalen Hautflora des Pferdes und können eine gesunde und intakte Haut nicht durchdringen!Ist die Haut allerdings aufgeweicht (zB. durch Matsch), beschädigt oder weist eine gestörte Abwehrfunktion auf, können die Bakterien die obere Hautschicht durchqueren und auskeimen.Ein zusätzlich geschwächtes Immunsystem sorgt für eine eitrige Hautentzündung infolge von massiver Krustenbildung.
  • Chorioptes Milbe – ihre Ausscheidungsprodukte lösen eine allergische Reaktion aus.
  • Genetische Veranlagungen, Hormonstörungen, Stoffwechselstörungen und eine Immunschwäche, können die Ekzembereitschaft fördern.
  • eiweißreiches Futter, Giftstoffe oder eine Allergie – Hier werden Leber und Nieren überbelastet und können ihre Entgiftungsfunktion nicht mehr vollständig ausführen.

 

Merkmale bei Mauke

Das Pferd stampft und klopft oder reibt sich mit den Hinterbeinen.

Die Haut in der Fesselbeuge ist nass, eitrig und entzündet. Die Mauke bei Pferden kann sich von der Fesselbeuge bis hin zu den Knien und Ellenbogen ziehen!

 

Was hilft gegen Mauke bei Pferden?

Mittel gegen Mauke – Äußerliche Anwendung

  • Bockshornklee*
    vier Esslöffel gemahlene Samen auf vier Esslöffel Wasser das Ganze zu einem Brei verrühren und auf die betroffenen Stellen auftragen. Wirkt stark entzündungshemmend, reizmildernd und hilft gegen Keime.

  • Klettenwurzelöl*
    wirkt juckreizmildernd – Bei nässender Mauke sollte Kettenwurzeltinktur verwendet werden, da es hier keine fettende Wirkung gibt. Das Öl wird verdünnt mit Wasser 1:2, die Tinktur 1:5. Auf die betroffenen Stellen auftragen und einmassieren.

  • Walnussblätter*
    wirken äußerlich angewendet entzündungshemmend und reizlindernd. Außerdem wirken sie gegen Bakterie, Vieren und Pilze. Man bereitet einen Brei aus 3 Esslöffeln Blätter und 500ml Wasser
  • Salbei*
    wirkt entzündungshemmend gegen Bakterien, Viren und Pilze. Es werden 50g Salbei mit einen Liter Wasser aufgekocht – Den Sud auftragen. HIER erfährst du mehr zu Salbei.
  • Propolis*wirkt antibakteriell und wird bei sehr trockener Haut und Hautinfektionen verwendet
  • Aloe VeraSeife, Spray, Gelly, Propolis, und Gel innerlich – Alles zum Thema Aloe Vera findest du hier

Innere Anwendung

Bei einer trockenen Mauke solltest du den Leberstoffwechsel deines Pferdes ankurbeln. Folgende Kräuterkur regt diesen an:

Mariendistel* 880g

Löwenzahn* 330g

Artischocke* 125g

Wegwarte* 275g

Die Kräuter gut miteinander vermischen und täglich einem Großpferd 60g verfüttern. Die Kräuterkur reicht für vier Wochen! (Während dieser Zeit, keine weiteren Kräuter verfüttern)

 

Bei nässender Mauke sollte man den Nierenstoffwechsel mit folgenden Kräutern anregen:

Birke* 680g

Brennnessel* 510g

Goldrute* 340g

Hauhechel* 170g

Die Kräuter gut miteinander vermischen und täglich einem Großpferd 60g verfüttern. Die Kräuterkur reicht für vier Wochen.

 

Kolloidales Silber* innerlich und äußerlich, tötet Pilze Bakterien und desinfiziert

In nächster Zeit werde ich einen detaillierten Artikel über Silberwasser erstellen, da ich es oft & gerne während meiner Arbeit als Tierheilpraktikerin verwende. Jeweils 5ml morgens und abends über einen Zeitraum von zwei Wochen. Danach zwei Wochen Pause und bei Bedarf wiederholen.

Wer sein kolloidales Wasser selber herstellen möchte, kann dies mit einem so genannten Silberstab* tun. Ich verwende dieses Modell und bin mehr als zufrieden damit.

Hierbei hast du den Vorteil, frisches Silberwasser daheim schnell und einfach selber herstellen zu können. 

 

Was füttern bei Mauke?

  • Auf eiweiß- und stärkereiches Futter sollte verzichtet werden
  • keinerlei Kraftfutter
  • nur den ersten Heuschnitt verfüttern
  • keine Silage verfüttern
  • keine Fertigfuttermittel, da diese unnötige Stoffe enthalten, die den Hautstoffwechsel beeinträchtigen können
  • natürliche Mineralstoffe wie Seealgenmehl, Bierhefe und Kieselgur verfüttern
  • nätürliche Salze verfüttern zum Beispiel ein Himalaya Salzleckstein*


Hast du schon Erfahrungen mit Mauke gemacht? Lass es uns wissen und schreibe einen Kommentar!

 

Über mich! 🙂

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Sommerekzem bei Pferden und dessen Behandlungsmöglichkeiten

Sommerekzem bei Pferden und dessen Behandlungsmöglichkeiten

Sommerekzem bei Pferden

Sommerekzem bei Pferden

Ein Sommerekzem ist eine allergische Reaktion die durch den Speichel von Stechmücken aus der Gattung der Culex, Gnitzen und Kriebelmücken hervorgerufen wird. Sie zählt zu eine der am häufig verbreitesten Hautkrankheiten und löst einen extremem Juckreiz aus. Das Pferd ist sehr unruhig und kratzt sich teilweise die betroffenen Stellen blutig!

Betroffen sind vor allem Stellen an denen die Haare senkrecht stehen oder von Mücken leicht zu erreichen sind. Darunter Mähnenkamm, Schweifrübe, Bauch, Gesicht und Ohren. 

Am meisten sind nordische Rassen wie Norweger, Isländer und Friesen betroffen. Evolutionsbedingt sind diese Pferde anfälliger für das Sommerekzem, da die Kriebelmücke in diesen Regionen selten anzutreffen ist.

In den letzten Jahren ist jedoch eine Zunahme der Erkrankung auch über heimische Rassen zu beobachten. Ursache hierfür könnte zum einen die beliebte und artgerechte Offenstallhaltung und damit verstärkter Kontakt mit den allergieauslösenden Insekten, zum anderen aber auch die Zunahme negativer Umwelteinflüsse sein. 

Das Sommerekzem ist teilweise genetisch bedingt. Es wurde ein Gen identifiziert, welches die Anfälligkeit der Allergie begünstigt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Sommerekzem bei deinem Pferd ausbricht, nur weil es das Gen in sich trägt!

Einflüsse wie Haltung, Pflege und Fütterung spielen hier eine größere Rolle.

Auf der anderen Seite kann dein Pferd erkranken, auch wenn es das Gen nicht in sich trägt. Das Sommerekzem bei Pferden wird in den meisten Fällen durch ein schwaches Immunsystem sowie Stoffwechselprobleme ausgelöst.

90% der Immunzellen werden im Darm gebildet. Dies ist aber nur möglich, so lange das Verdauungsystem ausgeglichen ist und der Säure-Basen-Haushalt stimmt.

Eine zu reichhaltige Fütterung, ein unausgeglichener Mineralhaushalt oder zu wenig Bewegung, können Auslöser dafür sein. Deshalb spricht man auch von der sog. „Wohlstandskrankheit“

 

Hat mein Pferd das Sommerekzem?


Vor allem im Sommer wird die Diagnose Sommerekzem bei Pferden zu voreilig getroffen. Andere Krankheiten wie Hautpilz oder Milbenbefall sollten vor der Behandlung  ausgeschlossen werden.

Die ersten Anzeichen für ein Sommerekzem bei Pferden können Pusteln unmittelbar bedingt durch den Insektenbiss sein, diese sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen.

In der Regel fällt zuerst der starke Drang zum Scheuern auf. Ein zerzauster und blutiger Mähnenkamm, haarlose Stellen oder ein blutig gescheuerter Brustkorb ist dabei keine Seltenheit!

Wird die erkrankte Haut zusätzlich mit Bakterien und Pilzen besiedelt, können diese Stellen eitrig und der Juckreiz verstärkt werden. Teilweise sogar so sehr, dass das Reiten gar nicht mehr möglich ist…

Sommerekzem beim Pferd, was hilft?

Äußerliche Behandlungsmöglichkeiten

Da das Sommerekzem bei Pferden durch den Speichel diverser Insekten ausgelöst wird, liegt es natürlich nahe diese so gut es geht von deinem Pferd fernzuhalten. Wie du den Kampf gegen die Kriebelmücke gewinnst, erfährst du in diesem Artikel HIER.

Da jeder Organismus anders auf verschiedene Methoden reagiert, gibt es keine einheitlich Behandlungsform. Jeder muss für sich und sein Pferd herausfinden, welches Mittel am besten wirkt.

 

1 x täglich – Mischung aus Babyöl und ätherischen Ölen

Betroffene Hautstellen sowie von der Kriebelmücke bevorzugte Bereiche (Rückenpartie,Mähnenkamm,Schweifrübe, Unterbauch, Brust, Achseln, Schenkelinnenflächen und Ohren) sollten täglich eingerieben werden. Auf 1L Babyöl, gibt man 15ml ätherisches Öl.

Teebaumöl, Lavendelöl oder Lavandinöl eignen sich hierfür gut.

Sie wirken juckreizstillend, wundheilungsfördernd und mückenabwehrend. Des Weiteren brennen sie nicht auf offenen Hautstellen. Lavendelöl wirkt zusätzlich schmerzstillen. Sollte dein Pferd allergisch auf ätherische Öle wirken, verwende reines Babyöl.

Sommerekzem bei Pferde

 

1-2 x täglich – Aloe Vera Gelly (Gel), Propolis, Seife & Spray

Betroffene Stellen, nicht zu gründlich, verdünnt mit der Seife reinigen. Leicht Abtupfen bis es gut trocken ist und anschließend mit dem Spray besprühen.

Handelt es sich um ein nässendes Ekzem, solltest du dazu die Stellen mit Gelly einreiben. Bei einem trockenen Ekzem verwendest du anstatt dem Gelly, Aloe Vera Propolis (natürliches Antibiotikum)

Produkte, die ich dir empfehlen kann, findest du in meinem Artikel über Aloe Vera für Pferde.

 

Bei Krankheiten sollten nicht nur die Symptome, sondern vor allem die Ursache beseitigt werden!

 

Innerliche Behandlungsmöglichkeiten

Sommerekzem bei PferdenFolgende Dinge solltest du bei der Fütterung beachten:

  • Eiweiss reduzieren (nur den ersten Heuschnitt verfüttern)
  • Keine Silage
  • Weiden nicht düngen
  • Nur biologisches Futter 
  • Keine Fertigmüsli oder pelliertes Kraftfutter (können chemische Substanzen wie Lockstoffe enthalten, welche den Hautstoffwechsel zusätzlich belasten)
  • Nur pflanzliche Nahrungsergänzung  (zB. Bierhefe und Kieselgur)
  • kaltgepresste Öle (zB. Leinöl)
  • Himalaya Salzleckstein

Außerdem solltest du nach und nach die Nieren stärken, die Leber kräftigen & reinigen und den Darm reinigen.

 

Nieren stärken

Mit einer Mischung aus Kräutern

zB.: Brennessel, Goldrute, Bärlauch (je 15-30g täglich für 6 Wochen)

 

Leber kräftigen & reinigen

zB.: Labkraut, Löwenzahnkraut, Löwenzahnwurzel und/oder Mariendistelsamen (je 15-30g täglich für 6 Wochen)

 

Darm reinigen

Bärlauch oder Knoblauch (je 15-30g täglich für 6 Wochen)


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