Ingwer für Pferde – Große Wirkung mit hohem Risiko!

Ingwer für Pferde – Große Wirkung mit hohem Risiko!

Ingwer für Pferde

Nicht nur für uns Menschen kann Ingwer gesund sein, denn auch für unsere liebsten Vierbeiner ist es eine wahre Wunderknolle, die aber trotzdem kritisch betrachtet und mit Vorsicht verwendet werden sollte!

Sie bewirkt gerade bei Erkrankungen die den Bewegungsapparat betreffen eine schnelle Schmerzreduzierung und wird häufig bei Arthrose, Spat und Co. angewendet, oftmals verbessern sich Lahmheiten binnen Tagen!

Das mag auf den ersten Blick gut für den Vierbeiner sein, birgt aber gleichzeitig auch ein hohes Risiko..

Schmerz signalisiert, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wird dieser nun durch den Ingwer überdeckt, verschwinden zwar meist die Lahmheiten, das Pferd belastet die betroffene Stelle jedoch mehr, als sie verträgt..die Folge: größere Schäden!

Du solltest Ingwer für Pferde nicht als DAS Mittel bei Problemen am Bewegungsapparat ansehen..andere Kräuter mit weniger Risiko könnten hier stattdessen an der Ursache ansetzen und die Schmerzen nicht einfach nur überdecken. Durch seine überaus entzündungshemmende Wirkung, kann er aber dennoch gerade bei akuten Entzündungen gute Dienste leisten!

Wichtig: Muss die betroffene Stelle geschont werden, kein Ingwer verfüttern!


Was bewirkt Ingwer für Pferde?

Allgemein wirkt er auf den Organismus wärmend und fördert die Durchblutung. Zudem ist er stark schmerzlindernd sowie entzündungshemmend und wirkt außerdem gegen Keime.

Darüber hinaus steigert er auch die Produktion von Speichel, Gallensaft sowie Magensäften
und regt den Appetit an!

Er kann bei allen chronischen Gelenkerkrankungen sehr hilfreich sein und die Beweglichkeit fördern. Schmerzen werden gelindert und Entzündungen im erkrankten Bereich gehemmt. (Bei Entzündungen die Muskeln, Bändern oder Sehnen betreffen, kann Ingwer ebenfalls Abhilfe verschaffen)

Wichtig: Da Lahmheiten überdeckt werden können, solltest du dein Pferd nicht überbelasten!

Tipp: Da er wumtreibend wirkt, kann er unterstützend zur Wurmkur gegeben werden.

Ingwer für Pferde


Wie viel und vor allem was genau verfüttern?
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Achte darauf, nur Ingwerpulver mit einem Gingerolanteil von 2-3% zu verfüttern.
Hast du ein Großpferd (600kg) startest du mit etwa 2g täglich um deinen Vierbeiner erstmal an den intensiven Geruch / Geschmack zu gewöhnen bis du bei 20g pro Tag angekommen bist. Nicht länger als 4-6 Wochen verfüttern und anschließend eine Pause von 2-4 Wochen einlegen. Falls es gar nicht gefressen wird, kannst du es natürlich auch in dein Mash mit zB. einem Apfel geben. 

Das Ingwerpulver sollte immer luftdicht, trocken und kühl gelagert werden, damit die Wirkung erhalten bleibt. Verliert es den Geruch, hat es auch seine Wirkung verloren!

Ingwer für Pferde nicht verfüttern:

  • Niereninsuffizienz 
  • empfindlicher Magen
  • Magengeschwüre
  • Trächtigkeit
  • vor dem Turnier (Dopingliste)

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Fazit

Ingwerpulver kann gerade bei chronischen Erkrankungen am Bewegungsapparat gute Dienste leisten. Es wirkt stark entzündungshemmend und nimmt dem Pferd einige Schmerzen. Dennoch sollte es mit Vorsicht verwendet werden!

Auf Grund der Schmerzreduzierung können Lahmheiten überdeckt und erkrankte Bereiche überbelastet werden. Muss der betroffene Bereich geschont werden, solltest du auf die Zufütterung von Ingwerpulver verzichten und auf Kräuter zurückgreifen, die sich dafür besser eignen. 



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Arnika für Pferde – Schmerzstiller & Entzündungsblocker!

Arnika für Pferde – Schmerzstiller & Entzündungsblocker!

Arnika für Pferde

Arnika für Pferde

Gelbe spitze Blätter ragen weit oben im Gebirge. Wer sie sehen möchte, muss hoch hinaus – wenn du mal wandern warst, hast du sie ja vielleicht sogar schon entdeckt.

Arnika wächst meist auf stickstoffarmen Böden mit niedrigem Kalkanteil. 

Äußerlich angewendet wirkt sie als ein natürliches Schmerzmittel. Innerlich sollte sie wenn nur als Homöopathisches Mittel (Globulis) verabreicht werden!

 

Inhaltsstoffe von Arnika

  • Cumarine
  • ätherisches Öl
  • Phenolcarbonsäure
  • Flavonoide
  • Triterpene
  • Sesquiterpenlactone (Helenalin und Dihydrohelenalin)
  • Carotinoide

 

Was bewirkt Arnika bei Pferden?

Gesamt betrachtet wirkt Arnika für Pferde entzündungshemmend.

Dies liegt zum einen an den enthaltenen Flavonoiden sowie Triterpene, zum Anderen aber auch an den  Inhaltsstoffen Helenalin und Dihydrohelenalin.

Diese beiden Stoffe blockieren Entzündungsvorgänge und vermindern die Schmerzen an der betroffene Stelle.

Des Weiteren wirken sie keimtötend und sind äußerst wirkungsvoll bei arthritischen Beschwerden. 

 

Wann wende ich Arnika an?

Arnika darf nur äußerlich und nicht auf Wunden aufgetragen werden!

Die Blüten können bei:

  • Verstauchungen
  • Quetschungen
  • Blutergüssen
  • Prellungen
  • Schwellungen
  • Ödeme

angewendet werden. 

Zudem hilft sie bei rheumatischen Muskelbeschwerden, Gelenkbeschwerden wie Arthrose und schlecht durchbluteten Körperstellen.

Außerdem ist sie überaus wirkungsvoll gegen Pilze, Keime und Bakterien.

 

Zubereitungsformen Arnika für Pferde

Arnika darf nur als Tinktur (1:5 mit Wasser verdünnt), Salbe, Creme oder Öl (1:2 mit Wasser verdünnt) aufgetragen werden.

Bei den Zubereitungsformen verwendet man immer die Blüten.

Wie du Cremes, Salben und Kräuteröl selbst herstellst erfährst du in diesem Artikel

 

Nebenwirkungen

Wenn dein Pferd eine Allergie gegen Korbblütler hat, darfst du Arnika nicht verwenden, da es zu allergischen Hautreaktionen kommt.

Hinweis auf Allergie: Die Haut wird rot, schwillt an und es können Pusteln entstehen. 

Über mich! 🙂

Hey ich bin Anne! Auf meine Blog teile ich mein Wissen aus über 15 Jahren Arbeit mit Pferden..und dies mache ich ganz getreu zu meinem Motte "Zurück zur Natur!" Meine Inhalte gestalten sich unter anderem aus Haltung, Pflege und natürlich eine gute und gesunde Ernährung für Pferde - ich wünsche mir, dass ich dir lieber Leser mit meinem Blog etwas unter die Arme greifen und den Weg mit deinem Pferd angenehmer gestalten kann...Ich wünsche dir viel Spaß beim Durchstöbern!
Spat beim Pferd – Nimm deinem Pferd die Schmerzen!

Spat beim Pferd – Nimm deinem Pferd die Schmerzen!

Spat beim Pferd

Spat beim Pferd wird auch als Berufskrankheit bei Hochleistungssportpferden bezeichnet. Vor allem ältere Pferde mit Leistungssportvergangenheit, sind von dieser arthritische Erkrankung im Sprunggelenk betroffen. 

Spat beim Pferd ist unheilbar, eine Therapie in diesem Falle zielt nur auf eine Schmerzlinderung ab!

Was ist Spat beim Pferd?

Das Sprunggelenk besteht aus mehreren kleinen Knochen. Diese können sich durch innere und äußere Einflüsse an der Innenseite des Sprunggelenks durch eine Knochenauftreibung entzünden.

Der Verknöcherungsprozess des Gelenks kann sehr schmerzhaft für das Pferd sein. Die Beweglichkeit des Sprunggelenks nimmt immer mehr ab und bei vielen Pferden wird eine Verdickung an der Innenseite des Sprunggelenks sichtbar.

Spat zeigt sich meist an einer Lahmheit.

 

Woher kommt Spat (Pathogenese)?

Spat beim Pferd kann verschiedene Ursachen haben:

  • Fütterungsfehler 
    Eine Mineralstoffunterversorgung kann zu Spat führen. Mineralstoffe sind für den Aufbau von den Knochen wichtig, gibt es einen Mangel, werden Stoffwechselvorgänge im Knochen beeinträchtigt

  • Tritte von anderen Pferden oder Eigenverletzungen wie Quetschungen und Prellungen

  • Überbelastung
    Spat ist oft bei Pferden zu sehen, die im Leistungssport gelaufen sind. Dabei werden manche Pferde zu früh angeritten, wodurch die Knochen während dem Wachstum überbelastet werden

Spat beim Pferd erkennen

Spat zeigt sich als erstes durch eine Lahmheit, welche nach und nach immer weniger erkennbar wird, da sich das Pferd einläuft.

Manche Pferde verspüren jedoch keinen Lahmheitsschmerz – Sie zeigen eine Steifheit in der Hinterhand

Meistens ist eine Abnutzung der Zehen erkennbar, da das Hinterbein nur noch gering angewinkelt werden kann. Der Huf hat dann eine ungleichmäßige Abnutzung.

Wenn dein Pferd schmerzen hat, kann es passieren, dass es sich weigert bergab zu gehen.

Bei einem fortgeschrittenem Stadium können schmerzlose harte Verdickungen an der Innenseite des Sprunggelenks sichtbar und ertastet werden.

Pferde die von Spat betroffen sind werden beim Hufe auskratzen nicht so beweglich sein und Probleme bei engen Wendungen haben. 

Eine sog. Spatprobe kann Aufschluss darüber geben, ob dein Pferd von Spat betroffen ist.

Dafür ziehst du das Hinterbein mit einem angewinkelten Huf  langsam unter den Bauch. Für eine Minute halten und anschließend am besten auf Beton traben lassen.

Zeigt dein Pferd eine deutliche Lahmheit, solltest du das Sprunggelenk röntgen lassen, um ganz sicher zu sein. 

 

Behandlung Spat beim Pferd

 

Haltung und Reiten bei Spat

Reite dein Pferd lange warm und verzichte auf Versammlung, da es dabei vermehrt Last auf die Hinterhand aufnimmt und dies zu weiteren Schmerzen und einer Überbelastung führt. Des Weiteren sollte dein Pferd die Möglichkeit haben, sich den ganzen Tag bewegen zu können (zB. Offenstall). Bei Bewegung läuft die Gelenkschmiere und es kommt zu keinem weiteren Verschleiß der Gelenke. Zusätzlich werden Reibungen vermindert und Schmerzen gelindert.

 

Therapie bei Spat

Ingwer wirkt erwärmend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und schmerlindernd. Das Ingwerpulver wird innerlich verabreicht, 1-2g /100kg.

 

Teufelskralle lindert Schmerzen im Bewegungsapparat und ist entzündungshemmend. Man verwendet hier die Wurzeln, 10-30g täglich werden in kaltem Wasser über Nacht eingeweicht. Wurzeln mit Sud verfüttern, am besten unters Futter mischen.

Zusätzlich solltest du die Leber entgiften, da sie am Knochenstoffwechsel beteiligt ist. Eine Kur von sechs Wochen haben sich hierbei bewährt. 60g Mariendistelsamenschrot mit 20g Artischocke täglich ins Futter geben.

 

Aloe Vera kann äußerlich sowie innerlich angewendet werden und sorgt für eine optimale Versorgung mit Mineralstoffen. Informationen dazu findest du “ HIER

 

Apfelessig als äußerliche Anwendung hat sich auch sehr bewährt bei Spat. Er wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.

 

Es gibt sog. Spatbeschläge, frag am besten deinen Tierarzt oder Hufschmied!

 

Fütterung bei Spat

Auf Phosphorhaltige Futtermittel wie Getreide sollte dein Pferd verzichten. Diese greifen in den Knochenstoffwechsel ein. Lieber Futtermittel mit einem hohen Calciumgehalt wie z.B. Rübenschnitzel verfüttern. Als Mineralfutter wie oben schon erwähnt Aloe Vera Gel oder Seealgenmehl.

 

Hast du schon Erfahrungen mit Spat gemacht? Lass es uns wissen und kommentiere unten in der Box 🙂 !

Über mich! 🙂

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